Einsatzübung technische Rettung nach Verkehrsunfall!  

Am letzten Dienstabend wurde eine Übung mit einem verunfallten PKW simuliert.

Das Unfallszenario stellte sich wie folgt dar, zwei Heranwachsende hatten mit einem PKW die physikalischen Grenzen austesten wollen und waren dabei ins Schleudern geraten. Nachdem das viel zu schnelle Fahrzeug auf das Bankett einer schmalen Straße gekommen war, drehte es sich und prallte mit dem Kofferraum zuerst, vor einen Baum. Die weitere Bewegung in Richtung eines Grabens, stoppte eine angrenzende Mauer.


Insgesamt waren 2 Personen beteiligt, die im Fahrzeug eingeschlossen waren und über starke Schmerzen im Rücken und Nackenbereich klagten. Der Rettungsdienst verschaffte sich über eine bereits zerstörte Seitenscheibe Zugang zum Fahrzeuginnern und versorgte die Verletzten.


Als erste Maßnahme durch die Feuerwehr wurde der PKW gegen wegrutschen gesichert und entsprechend unterbaut. Wie immer üblich, wurde die Unfallstelle abgesichert und durch einen Trupp der Brandschutz sichergestellt. Betriebsmittel liefen nicht aus. Da alle Personen ansprechbar waren, entschied die Einsatzleitung zusammen mit dem Rettungsdienst, dass beide Personen durch eine schnelle zeitorientierte Rettung aus dem PKW befreit werden. Nachdem der Rettungsmodus festgelegt war, wurde mit der technischen Rettung begonnen.

Die Insassen des PKW wurden mit entsprechendem Patientenschutz gegen Splitter, Glasstaub und umherfliegende Teile geschützt.
Um eine Befreiungsöffnung zu schaffen, wurden die Seitenscheiben, Heckscheibe sowie die Frontscheibe herausgenommen. Anschließend wurden mit dem hydraulischen Scher- und Spreizgerät die Fahrertüre geöffnet und entfernt. Danach wurden beidseitig die A, B und C Säulen durchtrennt und das gesamte Fahrzeugdach abgenommen.

Da durch die 3-türige Bauweise des Fahrzeugs ein Zugang zur Person auf der Rückbank nicht möglich war, wurde hier das hintere Seitenteil der Fahrerseite ebenfalls rausgeschnitten.

Nun war zu allen Personen ein Zugang geschaffen und sie konnten mittels Spineboard, achsengerecht und schonend aus dem Fahrzeug befreit werden.

Nach rund einer Stunde war das Szenario abgearbeitet. An dieser Stellte bedanken wir uns herzlich bei den Statisten der Jugendfeuerwehr Moers sowie beim Bergungsdienst Krause, der den Transport des Unfallautos übernommen hat.